Glauzig

Freibad Glauzig

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes geht zurück bis 1212-1300. In einer Schenkungsurkunde wird Glauzig unter dem Namen „Glutzeck“ erwähnt. In dem kleinen Ort mit ländlichem Charakter leben 473 Einwohner.

Das Bild des Ortes prägen die Schornsteine der ehemaligen Zuckerfabrik aus dem 19. Jahrhundert, die weithin sichtbar sind. Nach 1946 wurde hier Rohtabak verarbeitet. Kleine Handwerksbetriebe, wie eine Bäckerei, ein Elektroinstallationsbetrieb, ein Schneiderstübchen und eine Schweineaufzuchtanlage findet man, wenn man auf Schusters Rappen durch den Ort unterwegs ist. In dem schönen, idyllisch gelegenen Glauziger Kindergarten fühlen sich nicht nur Kinder aus dem eigenen Ort, sondern auch aus den umliegenden Orten sehr wohl. Für die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr wurde nach der Wende ein Feuerwehrgerätehaus und ein Aufenthaltsraum für ca 30 Personen geschaffen, in dem die Kameraden jährlich Veranstaltungen für die Bürger des Ortes durchführen.

Zum kulturellen- und gesellschaftlichen Leben gehören der Sportverein SV 85 Glauzig e.V., der am 30. April 2010 sein 25jähriges Bestehen feiern konnte. Der Jugendclub ist Anlaufpunkt für viele Jugendliche des Ortes und der Umgebung. Auch für Senioren des Ortes besteht die Möglichkeit, an regelmäßigen Seniorentreffs teilzunehmen, die von einer Betreuerin organisiert werden.

Ein Hauptanziehungspunkt für die Einwohner und der anliegenden Gemeinden ist das Freibad Glauzig. Es wurde von den Bürgern der Gemeinde in den Jahren 1963-1965 errichtet. In den Sommermonaten finden hier Familien mit Kindern Entspannung und aktive Erholung. Es gibt einen Beach-Volleyballplatz, Tischtennisanlage, Kinderspielplatz und einen Biergarten.




Geschichte:

Die erste urkundliche Erwähnung geht zurück auf die Jahre 1212-1300. In einer Schenkungsurkunde, im Codex Diplomatikus Anhaltinus II. Teil, Abschnitt 207 wird Glauzig unter dem Namen Glutzeck erwähnt. Es heißt dort "1253 Juli 29 Wörbzig, Graf Heinrich II. von Ascharien bestätigt im öffentlichen Landgericht unter Königsbaum eine Schenkung des Grafen Günther von Dornburg an das Stift St. Nicolai zu Magdeburg". In dieser Schenkungsurkunde wird eine Familie "Gluseck" erwähnt, die somit als Gründer der Siedlung in Betracht kommt. Glauzig war bis zur Wandlung als Industriestandort immer in Familienbesitz.

1338          

Die Dörfer Görzig, Maasdorf, Glauzig und Rohndorf werden von den Fürsten Albrecht II. und Waldemar I. für 150 Mark brandenburgischen Silbers von Johann von Gattersleben erworben

1370 

Nennung Glauzigs bei den aufgezeichneten Zinseinnahmen der Domprobstei Magdeburg

1604 

Glauzig gehört Jobst von Holzhausen

1732 

Ankauf von Glauzig durch die Familie Hübner

1795 

Glauzig gehört "derer von Wülknitz"

um 1760 

Herstellung von Gosenbier in Glauzig

1847 

Gründung einer Rohzuckerfabrik mit Raffinerie

1872 

Im April erfolgte die Umwandlung der Zuckerfabrik in eine Aktiengesellschaft mit einem Kapital von 4.500.000 Mark. Die Zuckerfabrik übernahm ebenfalls 2367 Morgen Ackerland, bestehend aus den Rittergütern Glauzig, Piethen und Klein Weißandt, dem Fabrikgut Arensdorf und den Äckern in Görzig. Des Weiteren wurden Pachtverträge mit den Domänen Gnetsch, Fernsdorf und Riesdorf, den Rittergütern Groß Weißandt und Edderitz und einigen bäuerlichen und kirchlichen Äckern getätigt, so dass zusammen 7200 Morgen (1838 ha) zur Bewirtschaftung zur Verfügung standen

1914 

Verlegung eines Eisenbahn-Anschlussgleises zur Zuckerfabrik

1923 

Weiterer Ausbau der Zuckerfabrik; Produktionssteigerung auf 40.000 Zentner/Tag

1946 

Demontage der Zuckerfabrik in Folge von Reparationsleistungen an die Sowjetunion. Aufbau einer Tabakfermentationsanlage auf dem Grundstück der ehem. Zuckerraffinerie

1950 

Übernahme der Tabakfermentation durch den VEB Rohtabak

1963-65

Errichtung des Freibades durch die Bürger von Glauzig in Eigenleistung

1985 

Gründung des Sportvereines 85 Glauzig e.V.

1999 

Ende der Tabakverarbeitung 




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Verweise und Links

Bildergalerie
Satzungen
Vereine in Glauzig




Zahlen und Fakten

Ortsteile:     Glauzig und Rohndorf
Fläche:        320 ha
Einwohner: 473 EW


Ortsbürgermeister:     
Herr Volkmar Schöbe

Büro:
Glauzig
Dorfstraße 38
06369 Südliches Anhalt 

Sprechstunden:
nach Vereinbarung

 

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